PHILIP LANSDALE

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“Lansdale"

1952 wurde Philip Lansdale in England geboren. Seine Ballettausbildung erhielt er an der renommierten Royal Ballet School in London. Sein erstes Engagement hatte er beim London Festival Ballet, wo er mit zahlreichen Choreografen gearbeitet (Massine, Hynd, Stevenson and Moreland u. a.) und natürlich auch das große klassische Repertoire getanzt hat.
Dem folgte ein Engagement als Solotänzer am Northern Ballet Theatre Manchester, wo zahlreiche Choreografen Stücke für ihn schrieben (Thorpe, Prokovsky, Clegg u. a.). Des Weiteren hat er auch Ballette von Jooss, Cranko und Maldoom getanzt. Ein Gastengagement absolvierte er bei der Batscheva Dance Company in Israel. Es folgten weitere Engagements am Bonner Theater, wo er auch Aufgaben als Trainingsleiter wahrnahm und am Niedersächsischen Staatstheater Hannover, wo er nicht nur als Solotänzer, sondern auch als Trainingsleiter und Assistent engagiert war. Neben seiner späteren künstlerischen Tätigkeit als Ballettdirektor und Choreograf entfaltete er eine intensive Lehrtätigkeit am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, bei Meisterklassen am Conservatoire National de la Danse in Rouen (Frankreich), bei der Summer School Calgary (Kanada) und an der Ballettschule des Theaters Bielefeld.

Während seiner Tätigkeit als Choreograf hat Lansdale zahlreiche Werke auf die Bühne gebracht - neben den großen Klassikern auch immer wieder unbekannte und neue Werke. Seine Liebe gilt dem Handlungsballett, aber auch kurze, abstrakte Choreografien wurden von ihm geschaffen.

Seit 2006 hat Lansdale als Ballettlehrer und in Jugendprojekten des Vereins "Tabula", Bielefeld, gearbeitet.

1998 wurde Lansdale als Ballettdirektor an das Bielefelder Theater berufen. Corwalch war seine sechzehnte abendfüllende Choreografie für das Bielefelder Ensemble. Voraus gingen die Choreografien von La Sylphide, Peer Gynt, Verklärte Nacht, Dona Rosita bleibt ledig, Anna Karenina, Hamlet, Schwanensee, Don Juan, Elektra, Coppélia sowie L’enfant et les sortilèges, Le sacre du printemps, Messiah, Der Tod in Venedig, Der Tag ist nun vergangen..., Bach-Dialoge und Der Sturm.

Von 1992 bis zu seinem Engagement in Bielefeld war er Ballettdirektor des Ballet de l’Opéra de Normandie in Rouen, wo er u. a. Les Noces, Casse-Noisette, Inner-Compulsion, Kameliendame, Romeo und Julia, La belle et la bête, Boléro choreographierte. Als Choreograph arbeitete er auch in Japan für das Hikasa Ballet und in Frankreich an den Opernhäusern von Avignon, Nancy und Rennes.

1987 wurde er als Ballettdirektor an das Saarländische Staatstheater Saarbrücken berufen, wo er bis 1991 u. a. Cinderella, Ein Mittsommernachtstraum und Schwanensee choreographierte.

Bei verschiedenen Musical-, Operetten- und Opernproduktionen hat er mit zahlreichen Regisseuren gearbeitet, u. a. mit Nico Rabenald, Cabaret und West Side Story, Wolfgang Lachnitt, My Fair Lady, Frau Luna, Lustige Witwe und Königin Luise Neustrelitz (UA beim Sommerfestspiel), Gerhard Platiel, Hair und Evita, Guy Montavon, Zar und Zimmermann, John Cox, Hamlet und mit Marc Adam bei mehreren Opernproduktionen.